Informationen für unsere Produkt - Anwender


Wie stark darf ich meine Kabeltrommel belasten?

Wechselstrom - Kabeltrommel 230V ~ 50Hz 16A

  • bei aufgewickelter Leitung: 1.100 Watt
  • bei vollständig abgewickelter Leitung: 3.500 Watt

Drehstrom - Kabeltrommel 400V ~ 50Hz 16A

  • bei aufgewickelter Leitung: 3.000 Watt
  • bei vollständig abgewickelter Leitung: 9.500 Watt

Drehstrom - Kabeltrommel 400V ~ 50Hz 32A

  • bei aufgewickelter Leitung: 6.100 Watt
  • bei vollständig abgewickelter Leitung: 19.500 Watt

Warum löst der Thermoschalter aus?

  • Der Thermoschutzschalter ist eine Schutzeinrichtung die bei Überhitzung den Stromkreis unterbrechen muss, damit keine Gefahr durch übermäßige Erwärmung entsteht.
  • Die Temperatur-Grenzwerte werden durch Normen vorgeschrieben.
  • Im aufgerolltem Zustand erwärmt sich die Kabeltrommel schneller, auch wenn nur noch wenige Meter auf der Trommel aufgerollt sind (bitte Angaben auf dem Typenschild beachten).
  • Bei der Erwärmung der Trommel wirken zwei Einflüsse zusammen. Zum Einen ist es die Temperatur der Trommel, die sich durch die Benutzung erwärmt, zum Anderen ist es die Umgebungstemperatur. Diese beiden Temperaturen summieren sich.

    Beispiel: Der Thermoschutzschalter löst im Kabeltrommelbetrieb bei hoher Umgebungstemperatur schneller aus, auch wenn die max. Belastungsgrenze noch nicht erreicht ist. Dagegen wird er bei niedriger Umgebungstemperatur auch bei hoher Belastung erst sehr spät auslösen.

  • Werden Maschinen mit hoher Leistungsaufnahme ohne Anlaufstrombegrenzung eingesetzt, dann muss der Thermoschutzschalter bei Überschreitung der zulässigen Grenzwerte abschalten.

Warnhinweis: Das Überbrücken des Thermoschutzschalters kann zu schwerwiegenden Defekten an der Kabeltrommel und zum Brand führen. Bei Veränderungen dieser Art erlischt jegliche Haftung seitens des Herstellers und der Verursacher haftet selbst für alle daraus entstandenen Schäden.

Anwendungshinweis: Bei Überhitzung der Kabeltrommel diese ganz abrollen und abkühlen lassen. Danach den roten Thermoschutzschalter-Knopf im Steckdoseneinsatz tief eindrücken.

Zusammenfassung: Das Abschalten des Thermoschutzschalters ist eine vorgeschriebene Funktion und dient der eigenen Sicherheit des Benutzers. Bei hoher Umgebungstemperatur oder bei Einsatz von großen Maschinen ohne Anlaufstrombegrenzung ist das Auslösen des Thermoschutzschalters vorgeschrieben und normal. Dies ist kein Defekt!


Wie funktioniert das Diagnosesystem HEDI - DiagS ?

Unser Diagnosesystem HEDI DiagS bietet einen echten Anwendervorteil. Mit nur einem Blick zeigt unser Diagnosesystem, ob das Produkt einsatzbereit ist oder nicht.

  • Grüne Leuchte: das Produkt ist einsatzbereit
  • Grüne und rote Leuchte: Der Thermoschutzschalter hat ausgelöst und damit die Stromzufuhr unterbrochen
  • Beide Leuchten aus: Das Produkt ist nicht einsatzbereit / keine Stromzufuhr

Warnhinweis: Das DiagS trifft keine Aussage darüber ob sich das Produkt bzw. die vorangehende Installation in einem einwandfreien Zustand befindet.


Schutzleiter- Widerstand zu hoch bei DGUV Vorschrift 3 (ehem. BGV A3) Prüfungen ?

Üblicherweise ist bei den Prüfgeräten ein Widerstandsgrenzwert für Schutzleiter von 0,3 Ω voreingestellt. Dies ist auch richtig, zumindest für die meisten prüfpflichtigen Geräte, welche dann kurze Anschlussleitungen bis maximal 5 Meter haben. Bei Verlängerungsleitungen oder Kabeltrommeln ist die Leitung oft länger. Deshalb muss der Widerstandsgrenzwert wie in der Norm DIN VDE 0701-702 unter Punkt 5.3 beschrieben dementsprechend angepasst werden.

DIN VDE 0701-702 Punkt 5.3 Für Leitungen bis 5 m Länge und bis zu einem Bemessungsstrom von 16 A ist nachzuweisen, dass der Widerstand des Schutzleiters den Grenzwert 0,3 Ω nicht überschreitet. Für längere Leitungen bis zu einem Bemessungsstrom von 16 A darf der Grenzwert je 7,5 m zusätzlicher Länge um 0,1 Ω bis zu einem Maximalwert von 1 Ω erhöht werden.

Ein Beispiel mit einer 50 Meter Kabeltrommel: Die ersten 5 Meter -> 0,3 Ω, Rest 45 Meter durch 7,5 ist 6 also weitere 0,6 Ω. Somit gilt für eine Kabeltrommel mit 50 Metern Leitung ein Grenzwert von 0,9 Ω anstatt von 0,3 Ω


Welche Leitungsarten werden von HEDI angeboten?

  • H05VV-F: PVC-Leitung, zugelassen für den Einsatz in trockener Umgebung

  • H05RR-F: Gummi-Leitung Naturkautschuk-isoliert, zugelassen für den kurzfristigen Einsatz im Freien

  • H07RN-F: Neopren-Gummi-Leitung, öl- und uv-beständig, zugelassen für den ständigen Einsatz im Freien

  • XYMM-J: HEDI Panzerkabel (K35 / AT-N07V3V3-F) für den besonders rauen Betrieb. Vollkommen wetterfest, öl- und säurebeständig, mikrobenfest und versprödungssicher. Robust gegen Abrieb und Quetschungen. Zugelassener Temperaturbereich -35°C bis +80°C. Zugelassen für den ständigen Einsatz im Freien.

    Achtung: Diese Leitungsart wird durch Normen aus Österreich geregelt und ist deshalb für den gewerblichen Einsatz in Deutschland nicht zugelassen!

  • H07BQ-F: HEDI Panzerkabel PLUS. Polyurethanleitung für höchste Anforderungen. Vollkommen wetterfest, öl- und säurebeständig, mikrobenfest und versprödungssicher. Hohe mechanische Belastbarkeit. Zulässiger Temperaturbereich -40°C bis +90°C. Zugelassen im Freien und auf Baustellen.


Was bedeutet BGI ?

BGI steht für Berufsgenossenschaftliche Informationen

Zwei Berufsgenossenschaftlichen Informationen schränken den Einsatz von Leitungen, Leitungsrollern und Steckdosenverteilern bei gewerblichem Einsatz aus sicherheitsrelevanten Aspekten gegenüber den gesetzlichen Bestimmungen deutlich ein. Die Berufsgenossenschaftlichen Informationen gelten ausschließlich für Deutschland.


BGI / GUV-I 600

Die BGI / GUV-I 600 regelt die Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel nach Einsatzbedingungen. Dabei wird nach zwei Kategorien eingeteilt:

K1: Werkstatt-, Lager- und Fertigungsbereiche ohne hohe mechanische, physikalische oder chemische Einwirkungen auf die elektrischen Betriebsmittel.

K2: Werkstatt-, Lager- und Fertigungsbereiche mit hoher mechanischer sowie thermischer und mechanischer Einwirkung auf die eingesetzten elektrischen Betriebsmittel.

Grundsätzlich gilt für beide Kategorien:

  • Es sind nur Leitungen, Leitungsroller und Steckdosenverteiler mit spritzwassergeschützten Steckdosen (Schutzart IP43 oder höher) zulässig.

Für den Einsatz in der Kategorie K1 gilt:

  • Einsatz von Leitungen die mindestens den Standard H05RN-F oder H05BQ-F erfüllen. Gummi-Leitungen der Art H05RR-F erfüllen seit 2012 nicht mehr die Anforderungen der BGI / GUV-I 600, K1!
  • Es ist sowohl der Einsatz von Leitungsrollern aus Kunststoff als auch aus Stahlblech zulässig.

Für den Einsatz in der Kategorie K2 gilt:

  • Einsatz von H07RN-F oder H07BQ-F Leitungen.
  • Bei Leitungsrollern müssen sowohl der Tragegriff, der Drehgriff als auch der Trommelkörper aus einem Isolierstoff bestehen oder von einem solchen umhüllt sein.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der aktuellen Fassung der BGI / GUV-I 600, die Sie im Internet auf den Seiten der Berufsgenossenschaften herunterladen können.


DGUV Information 203-006 (bisher BGI / GUV-I 608)

Die DGUV-I 203-006 regelt die Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen.

Es gelten folgende Bestimmungen:

  • Es sind nur Leitungen, Leitungsroller und Steckdosenverteiler mit spritzwassergeschützten Steckdosen (Schutzart IP44 oder höher) zulässig.
  • Einsatz von H07RN-F und H07BQ-F Leitungen.
  • Bei Leitungsrollern müssen sowohl der Tragegriff, der Drehgriff als auch der Trommelkörper aus einem Isolierstoff bestehen oder von einem solchen umhüllt sein.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der aktuellen Fassung der DGUV-I 203-006, die Sie im Internet auf den Seiten der Berufsgenossenschaften herunterladen können.


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