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FAQ

Wie stark darf ich meine Kabeltrommel belasten?



bei aufgewickelter Leitung


bei vollständig abgewickelter Leitung

Wechselstrom-Kabeltrommel


230V ~ 50Hz 16A


1100 Watt


3500 Watt

Drehstrom-Kabeltrommel


400V ~ 50Hz 16A


3000 Watt


9500 Watt

Drehstrom-Kabeltrommel


400V ~ 50Hz 32A


6100 Watt


19500 Watt

Welche Leitungsarten bieten wir an?

  • H05VV-F: PVC-Leitung, zugelassen für den Einsatz in trockener Umgebung.



  • H05RR-F: Gummi-Leitung aus Naturkautschuk. Zugelassen für den kurzfristigen Einsatz im Freien.



  • H07RN-F: Neopren-Gummi-Leitung, öl- und uv-beständig, zugelassen für den ständigen Einsatz im Freien und auf Baustellen.



  • AT-N07V3V3-F: Das HEDI Panzerkabel für den besonders rauen Betrieb. Vollkommen wetterfest, öl- und säurebeständig, mikrobenfest und versprödungssicher. Robust gegen Abrieb und Quetschungen. Zugelassener Temperaturbereich -35°C bis +80°C. Zugelassen für den ständigen Einsatz im Freien. Achtung! Diese Leitungsart wird durch Normen aus Österreich geregelt und ist deshalb für den gewerblichen Einsatz in Deutschland nicht zugelassen!


  • H07BQ-F: Das HEDI Panzerkabel PLUS ist die Ployurethanleitung für die höchsten Anforderungen. Vollkommen wetterfest, öl- und säurebeständig, mikrobenfest und versprödungssicher. Hohe mechanische Belastbarkeit und ein zugelassener Temperaturbereich von -40°C bis +90°C. Zugelassen im Freien und auf Baustellen.
HEDI DiagS

Warum löst der Thermoschalter aus?

  • Der Thermoschutzschalter ist eine Schutzeinrichtung, die bei Überhitzung den Stromkreis unterbrechen muss, damit keine Gefahr durch übermäßige Erwärmung entsteht.
  • Die Temperatur-Grenzwerte werden durch Normen vorgeschrieben.
  • Im aufgerollten Zustand erwärmt sich die Kabeltrommel schneller, auch wenn nur noch wenige Meter auf der Trommel aufgerollt sind (bitte Angaben auf dem Typenschild beachten).
  • Werden Maschinen mit hoher Leistungsaufnahme ohne Anlaufstrombegrenzung eingesetzt, dann muss der Thermoschutzschalter bei Überschreitung der zulässigen Grenzwerte abschalten.
  • Bei der Erwärmung der Trommel wirken zwei Einflüsse zusammen. Zum einen ist es die Temperatur der Trommel selbst, die sich durch die Benutzung erwärmt, zum Anderen ist es die Umgebungstemperatur. Diese beiden Temperaturen summieren sich.


Beispiel: Der Thermoschutzschalter löst im Kabeltrommelbetrieb bei hoher Umgebungstemperatur schneller aus, auch wenn die max. Belastungsgrenze noch nicht erreicht ist. Dagegen wird er bei niedriger Umgebungstemperatur auch bei hoher Belastung erst später auslösen.

WARNHINWEIS:

Das Überbrücken des Thermoschutzschalters kann zu schwerwiegenden Defekten an der Kabeltrommel und zum Brand führen. Bei Veränderungen dieser Art erlischt jegliche Haftung seitens des Herstellers und der Verursacher haftet selbst für alle daraus entstandenen Schäden.

ANWENDUNGS-HINWEIS:

Bei Überhitzung der Kabeltrommel diese ganz abrollen und abkühlen lassen. Danach den roten Thermoschutzschalter-Knopf im Steckdoseneinsatz tief eindrücken.

ZUSAMMENFASSUNG:

Das Auslösen des Thermoschutzschalter und damit die Abschaltung der Kabeltrommel ist eine vorgeschriebene Funktion und dient der eigenen Sicherheit des Benutzers. Bei hoher Umgebungstemperatur oder bei Einsatz von großen Maschinen ohne Anlaufstrombegrenzung ist das Auslösen des Thermoschutzschalters vorgeschrieben und normal. Dies ist kein Defekt!

Welcher Leitungstyp und -querschnitt wird benötigt?

Aus welchem Material besteht die Kabeltrommel?

Kunststoff oder Stahlblech – das hängt von dem jeweiligen Einsatzzweck ab. Die Berufsgenossenschaft (DGUV-I 203-006) schreibt vor, dass auf deutschen Baustellen ausschließlich Kunststoff-Kabeltrommeln verwendet werden dürfen.

Die Empfehlung von HEDI ist eine (Voll-)Kunststoff-Kabeltrommel, da diese leicht und aus einem schlagfesten Kunststoff gefertigt ist. Bei der Verwendung der Kunststofftrommel im Innenbereich ergibt sich der Vorteil, dass empfindliche Böden vor Verkratzungen geschützt werden können.


Der Querschnitt der Leitung z.B. 25m H07RN-F 3G1,5 beschreibt die Querschnittsfläche des Leiters. Und die Fläche ist für die relevanten elektrischen Eigenschaften des Leiters verantwortlich. Der benötigte Querschnitt der Leitung hängt von einigen Faktoren ab: Der maximalen Strombelastbarkeit des Leiters, der Länge des Kabels und dem maximal zulässigen Spannungsabfall.

Leiter mit hohem Querschnitt dürfen mit höheren Strömen belastet werden als Leiter mit geringerem Querschnitt.

Schutzleiter-Widerstand zu hoch bei

DGUV Vorschrift 3 (ehem. BGV A3) Prüfungen

Üblicherweise ist bei Prüfgeräten ein Widerstandsgrenzwert für Schutzleiter von 0,3 Ω voreingestellt. Dies ist auch richtig, zumindest für die meisten prüfpflichtigen Geräte, welche dann kurze Anschlussleitungen bis maximal 5 Meter haben.

Bei Verlängerungsleitungen oder Kabeltrommeln ist die Leitung oft länger. Deshalb muss der Widerstandsgrenzwert wie in der Norm DIN VDE 0701-702 unter Punkt 5.3 beschrieben dementsprechend angepasst werden.

DIN VDE 0701-702 Punkt 5.3

Für Leitungen bis 5 m Länge und bis zu einem Bemessungsstrom von 16 A ist nachzuweisen, dass der Widerstand des Schutzleiters den Grenzwert 0,3 Ω nicht überschreitet. Für längere Leitungen bis zu einem Bemessungsstrom von 16 A darf der Grenzwert je 7,5 m zusätzlicher Länge um 0,1 Ω bis zu einem Maximalwert von 1 Ω erhöht werden.

Ein Beispiel mit einer 50 Meter Kabeltrommel:

Die ersten 5 Meter ≙ 0,3 Ω

die restlichen 45 Meter geteilt durch 7,5 = 6 (≙ 0,6 Ω)

Somit gilt für eine Kabeltrommel mit 50 Metern Leitung ein Grenzwert von 0,9 Ω Anstatt von 0,3 Ω

DGUV Information 203-006

(bisher BGI / GUV-I 608)

Die DGUV-I 204-006 regelt die Auswahl und den Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen.

  • Es sind nur Leitungen, Leitungsroller und Steckdosenverteiler mit spritzwassergeschützten Steckdosen (Schutzart IP44 oder höher) zulässig.
  • Einsatz von H07RN-F und H07BQ-F Leitungen.
  • Bei Leitungsrollern müssen sowohl der Tragegriff, der Drehgriff, als auch der Trommelkörper aus einem Isolierstoff bestehen oder von einem solchen umhüllt sein.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der aktuellen Fassung der DGUV-I 203-006, die Sie im Internet auf den Seiten der Berufsgenossenschaften herunterladen können.

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